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Welpenflut …

. . . . In einem der letzten Beiträge hatten wir noch davon gesprochen, dass es nichts nützt, erfahrene verantwortungsbewußte Züchter weiter zu sanktionieren, aber die Flut an Billigwelpen nicht zu unterbinden. Und prompt ist es wieder passiert ! Das Tierheim Ulm hat innerhalb weniger Tage nicht nur den Inhalt eines illegalen Welpentransporters sondern auch eine Bestandsauflösung von sage und schreibe 70 Hunden in einem deutschen Haushalt mit übernehmen müssen! Das heißt für viele Menschen Überstunden, und Arbeit, die wirklich nicht jeder machen will und kann. So süß Welpen sind! Diese Hunde leiden unter Würmern und Parasiten, sie haben durchweg Durchfall – was das bei 20 Hunden in einem Zimmer bedeutet, kann sich nur der vorstellen, der da morgens rein muss mit Gummistiefel und Gummihose, Atemmaske empfehlenswert. Und das über mehrere Wochen, denn abgeben kann man sie in diesem Zustand einfach nicht. Es dauert, bis man sie so weit hat, dass sie wissen, wo man Geschäfte erledigt und gesundheitlich überhaupt in der Lage sind, das auch zu kontrollieren . . .Jetzt stelle man sich vor, diese kleinen Würmer sind unter anderen Umständen geboren. Da sind keine liebevollen Tierheim-Mitarbeiter, die sie zärtlich säubern und umsorgen. Sie leben in dem Dreck, vielleicht werden Zeitungenschnipsel oder Holzspäne auf dem Boden ausgewechselt. Das wars. Sie können nicht lernen, was es heißt, in sauberen Decken zu liegen und die Notdurft in einer anderen Ecke des Zimmers zu erledigen. Warm und gemütlich, zufrieden mit der Mama zu kuscheln. Umweltreize wahrzunehmen, warme liebe Hände, zärtliche Stimmen und Dinge, die man untersuchen und bewegen kann. Diese Würmchen leben im Dreck, haben nichts als sich selbst und eine verschreckte Mutter, kämpfen um Futter, erfahren Menschen nur als bewegte Gummistiefel. Gerettet oder sogar teuer verkauft, machen sie das, was sie gelernt haben, immer und überall die Notdurft verrichten, am liebsten sogar im weichen Körbchen, flüchten vor den Menschen, verschreckt und hilflos in einer völlig fremden Welt. Selbst wenn die Menschen viel Geduld haben steckt die Kindheit tief, die Hunde leiden oft lebenslang unter den Bedingungen ihrer Geburtsstätte. Und die Menschen leiden mit, nicht nur unter der Unsauberkeit sondern auch durch Verhaltensauffälligkeiten. Natürlich oder glücklicherweise werden aus vielen dieser Hunde doch noch fröhliche Begleiter, aber das rechtfertigt nicht das ganze Elend, gerade für die Mütter, die dort jahrelang ausharren müssen. Es rechtfertigt auch nicht die vielen sterbenden Welpen, die mit einkalkuliert werden bei dem Handel mit der Tierliebe.Würde man die Handelskanäle unterbrechen, wäre es für die Vermehrer viel viel schwieriger an Käufer zu kommen und die Folgeproduktion würde zurückgehen. Wir fordern daher rigoros ein Handelsverbot über Online- Plattformen oder Zeitungsartikeln. “Niedliche Welpen aus Hobbyzucht nur in gute Hände zu verkaufen”, nette Bildchen und alle fallen darauf rein. Da wir die Menschen nicht verändern können, Aufklärung nicht da ankommt, wo es wichtig wäre, hilft nur das Verbot.Schreckliche Bilder kennt ihr alle durch die Medien, daher ein Film, wie Welpensaufzucht aussehen sollte und kann. Solche Hunde, in verantwortungsvolle Hände vermittelt, werden nicht auffällig werden.

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