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Update zu den beiden Herdenschutzhunden vom Frühjahr . . .

Zu Arco . . . den wir Euch mit Film im März vorstellten. Der als 5 Monate junger Hund zu uns kam und sich überhaupt nichts sagen ließ. Der nur nach seinen Regeln leben wollte, der sofort cholerische Anfälle bekam, wenn man ihn einschränkte. Arco ist nun genau ein Jahr alt. Mit täglichen Einheiten, viel Geduld und Nachsicht und vor allem Verständnis für seine jugendlichen Aggressionsanfälle konnte er ganz langsam zu einem wunderbaren Hund heranwachsen. Arco ist ein lieber vertrauensseliger Hund geworden, der auch Fremden zugetan ist, wenn man ihm sagt, dass sie dazu gehören. Er verlässt sich auf uns, verträgt sich mit den ganzen anderen Rüden in seiner Gruppe wunderbar, aber auch außerhalb der Gruppe. Er benimmt sich auf Spaziergängen völlig unauffällig und lieb. Wir denken, dass Arco nun in verantwortungsbewusste Hände umziehen könnte, damit es Platz gibt für den nächsten Problemfall . . Und ein Update Zu Knuth . . . den wir vom anderen Ende Deutschlands aus einem Tierheim bekamen, da sie nicht an den Hund drankamen. Knuth war ein Jahr alt, völlig grenzenlos und drüber. Selbst Berührungen ließ er nicht zu. Eigentlich nichts. Er war richtig gefährlich, denn er drohte nicht lange sondern kam geflogen und er blieb dran. Anleinen ging gar nicht, an Maulkorb aufsetzen war nicht zu denken. Futter verteidigte er in einem Radius von 10 m, wer den überschritt, war seines Lebens nicht sicher. Knuth war eine große Herausforderung, wir mussten immer wieder umdenken, in kleinen Teilschritten uns Selbstverständlichkeiten erarbeiten. Maulkorb aufsetzen war, als man ihn erst mal anleinen konnte, ein Akt für 2 Mitarbeiter und höchstem Sicherheitsstandard. Das hatten wir Euch auch in einem Film gezeigt. Heute ist das alles kein Problem mehr. Knuth lässt sich den Maulkorb von jedem auf- und abziehen, braucht ihn aber eigentlich gar nicht mehr. Er geht gerne spazieren, freut sich auf unsere Besucher, schmust mit jedem, spielt jetzt mit seinen 2 Jahren mehr als wie vor einem Jahr! Obwohl auch das Thema Futter mit ihm besprochen wurde und er glaubhaft versichert bekam, dass er auch dieses Theater nicht mehr aufführen muss, braucht er Besitzer, die von uns angeleitet werden und ritualisierte Vorgänge übernehmen müssen. Dann werden sie einen wundervollen liebevollen Herdenschutzhund bekommen, der weiß, vorauf es ankommt und der dabei mit seinen Menschen kooperiert und ihnen vertraut.Noch bevor diese beiden Sorgenkinder das Tierheim verlassen, kamen die nächsten Fälle an, so tragisch und auch so spannend, dass wir euch in nächster Zeit davon berichten wollen.

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