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Tyson …

… lebte schon 4 Jahre scheu im Tierheim in einem Auslauf mit anderen Hunden als Schattenhund. Einmal im Jahr wurde er mit der Fangstange gefangen, um ihn zu impfen und notwendige Behandlungen durchzuführen. Bei dieser Prozedur hat er trotz Vorsichtsmaßnahmen jedes Mal zugelangt und heftig gebissen. Im Rahmen der Fortbildungsreihe des LTVH „Hundekunde“ sollten die Vereine schwierige Hunde aus dem Tierheim mitbringen. Obwohl wir große Bedenken hatten, haben wir Thyson mit der Stange eingefangen und in einer Transportbox zum Workshop mitgenommen.
Meinerseits konnte ich nicht glauben, dass man Thyson – so wild, scheu und aggressiv er sich nun schon 4 Jahre bei uns zeigte – noch irgendwie hinbekommen oder sein Verhalten nur verbessern könnte. Doch wir vertrauten den Dozenten aufgrund vorhergehender Workshops.
Als der Hund im Seminarraum aus der Box geholt werden sollte, waren wir zunächst entsetzt. Doch mit unendlicher Geduld wurde der Hund mit Stange aus der Box geholt, er konnte gut mitgehen, ohne panisch zu werden. Dann wurde ihm mit gleicher Geduld eine Maulschlaufe umgebunden und ein passender Maulkorb aufgezogen. Alles in viel Ruhe und ohne Aggression auch von Thysons Seite aus. Er spürte sofort, dass ihm niemand schaden wollte. Es wurde ein Halsband und eine Leine angezogen und verschiedene Personen bewegten sich mit ihm, man konnte gut erkennen, dass ihm das Laufen an der Leine nicht fremd war. Ein großer Vorteil für die weitere Arbeit.
Ab dem nächsten Tag haben wir mit Thyson täglich weitergearbeitet. Schon nach einer Woche konnten wir den Maulkorb ritualisiert ohne Gefährdung anziehen, Thyson genoss sichtlich nun auch den Kontakt mit den Menschen. Er bekam Privilegien, durfte jetzt mit ins Büro und bekam Leckerchen zugesteckt. Er wurde vom Schattenhund zum Bürohund und lief zwischen den Besuchern. Weitere Aufgabe war, in sozial immer besser ins Leben zu integrieren. Mit körpersprachlicher Arbeit und Ritualen wurde Thyson immer sicherer und lieber. Er folgte bald ohne Leine den Mitarbeitern. Keine drei Monate später konnte Thyson vermittelt werden. Mit neuem Namen begann sein neues Leben, er heißt heute Tamilo.
Thyson/Tamilo kann heute frei ohne Leine laufen und hat einen guten unauffälligen Umgang mit Menschen. Mit Artgenossen hatte er ja nie Probleme.
Er kommt immer wieder zu Besuch ins Tierheim und marschiert dann selbstverständlich ins Büro, so wie früher, obwohl wir ihm so Manches aufgezwungen hatten.
Nach Tamilo begannen wir, mit allen Angsthunden so zu arbeiten, viele davon waren langjährige Schattenhunde, auch sie fanden ein neues Zuhause, was wir vorher als undenkbar erachteten.

Thyson / Tamilo

Thyson lebte schon 4 Jahre scheu im Tierheim in einem Auslauf mit anderen Hunden als Schattenhund. Einmal im Jahr wurde er mit der Fangstange gefangen, um ihn zu impfen und notwendige Behandlungen durchzuführen. Bei dieser Prozedur hat er trotz Vorsichtsmaßnahmen jedes Mal zugelangt und heftig gebissen. Im Rahmen der Fortbildungsreihe des LTVH „Hundekunde“ sollten die Vereine schwierige Hunde aus dem Tierheim mitbringen. Obwohl wir große Bedenken hatten, haben wir Thyson mit der Stange eingefangen und in einer Transportbox zum Workshop mitgenommen.Meinerseits konnte ich nicht glauben, dass man Thyson – so wild, scheu und aggressiv er sich nun schon 4 Jahre bei uns zeigte – noch irgendwie hinbekommen oder sein Verhalten nur verbessern könnte. Doch wir vertrauten den Dozenten aufgrund vorhergehender Workshops.Als der Hund im Seminarraum aus der Box geholt werden sollte, waren wir zunächst entsetzt. Doch mit unendlicher Geduld wurde der Hund mit Stange aus der Box geholt, er konnte gut mitgehen, ohne panisch zu werden. Dann wurde ihm mit gleicher Geduld eine Maulschlaufe umgebunden und ein passender Maulkorb aufgezogen. Alles in viel Ruhe und ohne Aggression auch von Thysons Seite aus. Er spürte sofort, dass ihm niemand schaden wollte. Es wurde ein Halsband und eine Leine angezogen und verschiedene Personen bewegten sich mit ihm, man konnte gut erkennen, dass ihm das Laufen an der Leine nicht fremd war. Ein großer Vorteil für die weitere Arbeit.Ab dem nächsten Tag haben wir mit Thyson täglich weitergearbeitet. Schon nach einer Woche konnten wir den Maulkorb ritualisiert ohne Gefährdung anziehen, Thyson genoss sichtlich nun auch den Kontakt mit den Menschen. Er bekam Privilegien, durfte jetzt mit ins Büro und bekam Leckerchen zugesteckt. Er wurde vom Schattenhund zum Bürohund und lief zwischen den Besuchern. Weitere Aufgabe war, in sozial immer besser ins Leben zu integrieren. Mit körpersprachlicher Arbeit und Ritualen wurde Thyson immer sicherer und lieber. Er folgte bald ohne Leine den Mitarbeitern. Keine drei Monate später konnte Thyson vermittelt werden. Mit neuem Namen begann sein neues Leben, er heißt heute Tamilo.Thyson/Tamilo kann heute frei ohne Leine laufen und hat einen guten unauffälligen Umgang mit Menschen. Mit Artgenossen hatte er ja nie Probleme.Er kommt immer wieder zu Besuch ins Tierheim und marschiert dann selbstverständlich ins Büro, so wie früher, obwohl wir ihm so Manches aufgezwungen hatten.Nach Tamilo begannen wir, mit allen Angsthunden so zu arbeiten, viele davon waren langjährige Schattenhunde, auch sie fanden ein neues Zuhause, was wir vorher als undenkbar erachteten.

Gepostet von Bündnis-Schattenhund am Sonntag, 16. Februar 2020

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