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Schoßhunde, Begleithunde

Ein aktueller Bericht in der BR-Mediathek brachte uns zu diesem Beitrag. Warum werden es immer mehr bissige Hunde? Wir haben natürlich die falsche Rassenauswahl, wie unser Beitrag über Arbeitshunde deutlich machte. Aber es sind auch die Kleinen, die eigentlich immer als Begleithunde gezüchtet wurden, die immer öfters eskalieren. Hier kann natürlich die Herkunft, wie Vermehrerzucht, eine große Rolle spielen. Es sind sicher die Anforderungen an die Hunde, mit denen die Hunde überfordert sind. Der Beitrag im BR macht das deutlich. Aber auch folgender Bericht eines kleinen Schoßhundes, der völlig eskalierte und in den richtigen Händen mit dem richtigen Umgang und Artgenossen zu einem fast normalen Hund wurde.

Die Hundewelt wäre ganz sicher um einiges friedvoller und ruhiger, wenn sich die Menschen mehr Pudel, Bologneser, Shitzus und wie die ganzen alten Begleithundrassen heißen, oder putzige kleinere Tierheim-Hunde holen würden. Doch auch diese Hunde sind HUNDE! Und so wollen sie behandelt werden, der eine mehr und viele andere natürlich weniger. Das sind dann die tatsächlich unauffälligen “Ersatzkinder” . . . .

Bilbo …….. wenn Zwei sich finden! Bilbo ist ein Hund, der über so viele Jahre immer wieder auffällig wurde. Zeiten im Tierheim wechselten sich ab mit Zeiten bei Pflegestellen, Hundetrainern, Tierheimen. Fünfmal bekam er ein Zuhause, aber nach ein paar Monaten oder auch einmal 3 Jahren wurde er doch wieder abgegeben. Es ging einfach nicht. Bis heute weiß keiner warum der kleine Kerl so extrem ausflippt und dann auch um sich beißt.

Für Bilbo schien es unmöglich, eine Stelle zu finden. Der kleine Bologneser war auf dem besten Weg, ein Schattenhund zu werden.

Tom – bei dem er heute lebt – arbeitete als Bundesfreiwilliger im Tierheim, als Bilbo wieder einmal und zwar dort abgeben wurde. Er erlebte Bilbo direkt bei der Ankunft von seiner „besten Seite“, der Hund war vollkommen außer sich. Wenn man nur die Hand in seine Richtung bewegte, biss er um sich und ließ sich auch kaum beruhigen. Tom lächelt, wenn man ihn heute nach den ersten Tagen fragt: „Solche Hunde haben es mir angetan“ sagt er und wenn man ihn beobachtet spürt man das auch deutlich. Mit Ruhe und doch Bestimmtheit wurde ein Maulkorb auf den Hund „gebastelt“, dann wurde er schlafen gelegt und medizinisch durchgecheckt. Alles wurde untersucht, die Zähne gereinigt und nachdem der Hund aufgewacht war, ließ Tom ihm erstmal Zeit, um anzukommen.

Aber nach und nach wurde Bilbo mit Alltagssituationen konfrontiert und in ein normales Leben integriert. Bilbo hat auch heute noch ab und zu seine Ausflipper, dann spricht Tom ihn nur kurz an und lässt ihn den Platz wechseln, „Ich habe gemerkt, dass ich ihn so da rausholen kann.“ erklärt er. Es funktioniert, der Hund wird sofort ruhig und benimmt sich wieder nett wie vorher.

Tom und Bilbo führen ein normales Leben, Bilbo darf überall hin mit und ist ein ganz fröhlicher Hund geworden. Er spielt begrüßt Menschen nett und lässt sich auch streicheln. Tom kennt die Situationen, in denen er vielleicht einen Ausflipper bekommen kann, zum Beispiel beim Hundefrisör oder wenn man eine Zecke entfernen muss. Dann trägt er Maulkorb, so sind alle entspannt und die Ausflipper werden immer weniger. Tom strahlt über das ganze Gesicht, wenn er von seinem Bilbo erzählt, man merkt, dass sich da Zwei gefunden haben.

Bilbo lebt bei Tom auf Langzeit Pflegestelle, das Tierheim hat Paten für Bilbo gefunden, die bei den Kosten helfen. So lebt ein Schattenhund ein schönes Leben

Link zum Beitrag des BR Immer mehr bissige Hunde

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